Spruch des Monats September
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Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen – das ist eine Gabe Gottes. Prediger 3,13
Wir leben ständig im schönen Harz, im Diakonissen-Mutterhaus „Neuvandsburg“ in Elbingerode, da wo andere über ein paar Urlaubstage glücklich sind! Ich genieße mein gemütliches Zimmer. Mein Blick wandert vom PC immer wieder einmal zu den prächtigen Geranien vor meinem Fenster, zu den hohen Bäumen und roten Dächern der Nachbarschaft, zum Horizont mit den lockenden Wäldern... In Kürze werde ich mich an den gedeckten Tisch zum Mittagessen setzen. Was wird es heute wohl Gutes geben? Mit meinen Tischnachbarn diskutiere ich immer wieder einmal über zu heiß und zu kalt, zu wenig oder zu stark gewürzt, wundre mich über manche „seltsame Zusammenstellung“ – und lasse mir das Essen auch so richtig gut schmecken. Danke, lieber Gott, „dass ich hier lebe, wo das Brot ist und nicht dort, wo die Not ist.“ (nach Manfred Siebald) Und da fällt mir ein, dass es Milliarden (!) Menschen gibt, die das alles entbehren! Was habe ich dazu beigetragen, dass es mir so gut geht? Es ist alles Geschenk, eine Gabe Gottes, die ich dankbar annehmen und teilen darf. Teilen mit wem? Ich kann doch nicht alle Hungernden satt machen!? – Da werde ich an eine kleine Geschichte erinnert, die ich in verschiedenen Varianten las. Hier ist meine: An einem wunderschönen Strand hatten die Wellen Tausende von Seesternen ans Land gespült. Ein älterer Mann beobachtete einen etwa achtjährigen Jungen, der etliche von ihnen aufhob und sie zurück ins Meer warf, in ihr Lebenselement. „Was machst du dir für vergebliche Mühe!“, sprach er ihn an, „du kannst doch unmöglich alle Seesterne retten! Deine Arbeit lohnt sich nicht.“ – Ernsthaft sah der Kleine zu dem Mann auf: „Doch, für diesen einen in meiner Hand lohnt es sich!“
Wo ist wohl das „Sternchen“, das ich „ins Meer der Liebe Gottes“ werfen kann? Vor Jahren hörte ich von der Aktion „Weihnachten-im-Schuhkarton“. Einem armen Kind ein Weihnachtspäckchen zu packen – das lag im Rahmen meiner Möglichkeiten. Das machte mir echt Spaß! Im nächsten Jahr war ich mit einigen anderen wieder dabei! Im stillen wuchs der Wunsch in meinem Herzen, in unserem Mutterhaus eine eigene Sammelstelle mit zu verantworten. Gott öffnete eine Tür. Ich fand fröhliche Mitstreiter. Wir durften in den vergangenen Jahren hunderte liebevoll gepackte Schuhkartons weiterleiten und vielen Kindern eine große Weihnachtsfreude schenken, für manche die einzige in ihrem Leben. Inzwischen ist in unserem Oberharzkreis eine richtige „Weihnachten-im-Schuhkarton-Gemeinde“ entstanden, die auch in diesem Jahr wieder „Sternchen retten wird.“ Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe ebenfalls eine Sammelstelle und es macht Ihnen Freude, dabei zu sein? Herzliche Grüße aus dem Mutterhaus Diakonisse Regina Benecke
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